Diese 300 Seiten bieten spannendes Lesefutter für Väter und Jungs ab 14. Die handelnden Väter: Wolf, verheiratet mit Anna, Stiefvater von Johannes und leiblicher Vater von Claudia. Werner Schneider, Vater von Anna, Schwiegervater von Klaus, Großvater von Johannes. Klaus, Vater des 15-jährigen Erzählers dieser fesselnden Familiengeschichte. Aus der Sicht des pubertierenden Jungen entwickelt sich eine Mischung aus Kriminalfall und Familientragödie. Im Mittelpunkt steht Klaus, der nach einer Haftstrafe und der Scheidung wieder Kontakt zu seinem Sohn bekommt. Er ist eine undurchsichtige und vielschichtige Persönlichkeit, die sein Sohn nur schwer knacken kann. Weil er ihn als kleiner Junge zuletzt gesehen hat und daher nicht kennt, muss er seinen leiblichen Vater ganz neu entdecken – so wie auch der Vater seinen Sohn erst neu kennenlernen muss. Es ist eine neue, eine späte Vaterschaft und der Autor nutzt diese Situation, um in Vater-Sohn-Gesprächen einige Lehren fürs Leben zu vermitteln, ein paar missionarische Ansätze klingen da schon manchmal durch, z.B. die Gefahr, eine Familie durch sehr hohen Alkoholkonsum zu zerstören oder die Folgen unkontrollierter Aggression. Aber auch ganz praktische Tipps zur Selbstverteidigung oder das richtige Verhalten im Notfall vermittelt Klaus seinem Sohn – und damit auch dem jungen und dem älteren Leser. „Der Bruch“ handelt von einem geplanten Einbruch, so meint jedenfalls Johnny, vom Arm- und Nasenbeinbruch eines verhassten Mitschülers, von einem Ausbruch aus dem bürgerlichen Leben, von einem Abbruch von Beziehungen, von einem Umbruch in einer Familie, vom Zusammenbruch nach durchzechten Tagen und Nächten und vom Aufbruch in das Erwachsenenwerden und in eine neue wechselhafte und intensive Beziehung zum eigenen Vater. Eine flott zu lesende spannende Story mit faszinierenden Charakteren, die beste Unterhaltung mit Tiefgang bietet. Diesen Roman möchte ich Vätern und Söhnen sehr empfehlen und auch nach dem dritten Lesen fand ich immer noch etwas zum Nachdenken. CMS.
Ab 13 Jahren