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Aufwachsen in einer Regenbogenfamilie
Dass die 15-jährige Linn zwei Mütter hat, ist für sie normal. Aber dann stellt sie fest, dass sie Teil einer außergewöhnlichen Großfamilie ist und noch zahlreiche Geschwister hat, zu denen auch die drei Söhne der lesbischen Mütter Pedi und Anny zählen. Und die will sie unbedingt kennen lernen …
Dass die 15-jährige Linn zwei Mütter hat, ist für sie normal. Aber als sie herausfindet, dass sie noch zahlreiche Geschwister hat, stellt sie fest, dass sie Teil einer außergewöhnlichen Großfamilie ist. Ihr „Bechervater“ Eike hat sich nicht nur mit Linns Müttern zur Samenspende verabredet. Auch die lesbischen Mütter Pedi und Anny haben mit ihm drei Kinder.
Annette Ernst hat diese Familie über zwölf Jahre filmisch begleitet – entstanden ist eine Langzeitbeobachtung, deren Besetzung immer größer wird. Eigentlich sollte es nur ein Film über Pedi, Anny und ihre drei Söhne werden. Sie erzählen von ihrer sorgfältigen und bedachten Familienplanung. Bis eben alles anders kam, weil Linn ihnen einen Brief schrieb und ihre Geschwister kennenlernen wollte. Eike hat letztlich alle überrascht, indem er sie ungefragt für immer in eine „Großfamilie wider Willen“ zusammengeschweißt hat. Das erfordert Flexibilität, Toleranz und Akzeptanz – von allen. 2009 beginnt der Film, der allein in O-Tönen erzählt. Inzwischen sind aus Kindern Jugendliche geworden. Wie hat das Aufwachsen in einer Regenbogenfamilie sie geprägt? Wie erleben sie das Innen einer behüteten Familie und wie das Außen einer Welt, die für ihr Modell keine Vorbilder hat und in der Homophobie und Sexismus wieder bedrohlich zunehmen? Wie steht Vater Eike zu seinen vielen Kindern? Und was geschieht, als plötzlich Eikes Mutter alle Enkel einladen will?
Annette Ernst und Kamerafrau Nina Werth haben einen respektvollen, offenen und auch humorvollen Einblick in eine außergewöhnliche und ganz normale Großfamilie geschaffen.

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