Ein wunderbarer internationaler Sammelband zur Thematik Leih/Mietmutterschaft. Aus vielen Perspektiven werden die Fragen zu Käuflichkeit von Menschen oder Mietbarkeit von Gebärmüttern beleuchtet. Kann eine Frau über ein Kind verfügen, indem sie es verschenkt, spendet oder verkauft? Besteht ein Recht auf ein Kind? Der Markt der industriellen Reproduktion ist auch ein Brennpunkt der Gewalt gegen Frauen aus meist armen Verhältnissen und Ländern des globalen Südens. Auch Frauen werden durch Nutzung einer fremden Gebärmutter und Bestellung eines Kindes als Täterin identifiziert. Gegenüber den Regelungen für einer Adoption, besteht bei „bestellten“ Kindern keinerlei Regelung, ob potenzielle Eltern in der Lage sind, ein Kind zu betreuen. Rechtlich bleiben Leih/Mietmütter oft durch Verträge von den „Bestellenden“ abhängig, bis hin zu Nichtannahme oder Rückgabe bei „Nichtgefallen“ des Vertragsgegenstandes. Abschießend wird eine Konvention zum Verbot Leih/Mietmutterschaft als Entwurf vorgestellt.
Christian Beuker, vaeter-netz.de

Quelle:
Die neuen Gebärmaschinen? Was die globale Leihmutterschaft mit Frauen und Kindern macht
von Initiative »Stoppt Leihmutterschaft«
312 Seiten, 29,90 Euro
ISBN: ‎ 978-3955583590
Herausgeber: ‎ Brandes & Apsel
www.brandes-apsel.de