Juristinnenbund lehnt bestimmtes Betreuungsmodells als gesetzliches Leitbild ab

Juristinnenbund lehnt bestimmtes Betreuungsmodells als gesetzliches Leitbild ab

Laut Pressemitteilung des 72. Deutschen Juristentages  fordert der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb), die Rahmenbedingungen gemeinsamer Elternverantwortung nach Trennung und Scheidung zu verbessern. Die Verankerung eines bestimmten Betreuungsmodells als gesetzliches Leitbild lehnt der Verband ab.

Ausgangspunkt aller Überlegungen zum Sorge- und Umgangsrecht ist die im Grundgesetz verankerte Elternautonomie, die den Eltern nicht nur Rechte gewährt, sondern ihnen auch Pflichten in Bezug auf die Pflege und Erziehung ihrer Kinder auferlegt. Solange das Kindeswohl nicht gefährdet ist, gestalten die Eltern die Pflege und Erziehung ihrer Kinder eigenverantwortlich.

Die Vorgabe eines bestimmten Betreuungsmodells ist daher verfassungsrechtlich bedenklich, wenn nicht gar ausgeschlossen.

Quelle:

https://www.djb.de/verein/Kom-u-AS/K2/pm18-33/

2018-10-01T14:33:09+00:00