Test Zwieback: Mineralöl in der Babymarke

Test Zwieback: Mineralöl in der Babymarke

ÖKO-TEST hat 15 Packungen Zwieback in Supermärkten, Drogerien, Discountern und Bio-Märkten eingekauft. Sechs davon werben auf ihren Verpackungen damit, dass sie für Babys ab sechs bis acht Monaten geeignet sind. Doch einige Marken gehören definitiv nicht in Babybäuche. Denn Kinder, die jünger als ein Jahr sind, sollten grundsätzlich keine gezuckerten Lebensmittel essen. Das ist nicht nur völlig überflüssig, sondern kann auch sehr früh die Vorliebe für Süßes fördern und das Kariesrisiko erhöhen. ÖKO-TEST kritisiert deshalb, dass zwei der sechs getesteten Produkte, die für Babys ausgelobt sind, Zucker oder Honig zugesetzt haben. Das trifft die Produkte von Hipp und Holle. Einige Zwiebäcke im Test sind zudem pappsüß. Zwei enthalten sogar 14 Prozent Zucker. Es gibt aber Alternativen: Einem Produkt ist etwa so gut wie kein Zucker zugesetzt.

Ein weiteres Problem sind Mineralölrückstände: Vier Produkte für Babys, fünf insgesamt sind mit gesättigten Kohlenwasserstoffen MOSH/POSH verunreinigt. Am stärksten der Zwickback von Hipp. Er ist zusätzlich mit den aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen MOAH belastet. MOAH sind eine Gruppe von Stoffen, von denen einige krebserregend sind. MOSH wiederum können sich im Körper anreichern und haben in Tierversuchen Organe wie die Leber geschädigt.

Das besonders bedenkliches Pestizid Glyphosat wies das Labor nur in einem Zwieback nach. Es gibt jedoch auch gute Nachrichten: Das Labor fand in 13 anderen Produkten keine Rückstände von Pestiziden. Krebserregende Fettschadstoffe, Schimmelpilzgifte und Acrylamid haben die Labore entweder gar nicht oder nur in sehr geringen, unbedenklichen Spuren nachgewiesen.

Welchen Zwieback Sie getrost essen können, lesen Sie unter www.oekotest.de und im aktuellen ÖKO-TEST Magazin. Das ÖKO-TEST Magazin Oktober 2018 gibt es seit dem 27. September 2018 im Zeitschriftenhandel und als ePaper.

2018-09-27T19:09:32+00:00