Kinder von Rauchern gefährdet
Zu Hause atmen 1,7 Millionen Kinder in Deutschland Tabakrauch ein. Sie leiden daher häufiger an der Atemwegserkrankungen und Asthma. Die meisten der etwa 4800 Substanzen sind hochtoxisch. Mindestens 90 Inhaltsstoffe gelten als krebserzeugend. Der Report des Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) erscheint pünktlich zum Weltnichtrauchertag.
Der Tabakraum setzt sich in den Wänden und Teppichböden fest und gibt die gefährlichen Substanzen in die Raumluft ab, welches vor allem für Kinder eine große Gefahr darstellt.
Noch gefährlicher für die Kinder ist das Rauchen Auto: „Die Luft kann dort so verqualmt sein wie in verrauchten Kneipen“, sagte Pötschke-Langer. Sie forderte die Bundesregierung daher auf, ein Rauchverbot im Auto in Anwesenheit von Schwangeren und Kindern ernsthaft zu prüfen.
In Deutschland raucht rund ein Drittel der Erwachsenen. Das sind etwa 16 Millionen Menschen. Unter Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren greift fast jeder Fünfte zur Zigarette.
Frauen sind durch Rauchen besonders gefährdet. Daher hat die Weltgesundheitsorganisation in diesem Jahr das Thema „Frauen und Rauchen“ zum Schwerpunkt des Weltnichtrauchertags gemacht. Inzwischen sind mehr Frauen als Männer nikotinabhängig: In der Altersgruppe der Zwölf- bis 17-Jährigen rauchen 16,2 Prozent der Mädchen, aber nur 14,7 Prozent der Jungen. Frauen die rauchen und gleichzeitig mit der Pille verhüten, gefährden sich besonders. Sie können mit einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Thrombosen und Schlaganfall rechnen.
Erschreckend wenige Frauen verzichten auf Zigaretten, wenn sie schwanger werden. Nur ein Viertel der Mütter hört in der Schwangerschaft auf zu rauchen. Drei Viertel inhalieren weiter und gefährden ihre ungeborenen Kinder. Die Folgen sind Geburts- Untergewicht und ein mehr als doppelt so hohes Risiko, innerhalb des ersten Lebensjahres am plötzlichen Kindstod zu sterben. Auch die Früh- und Fehlgeburtenrate ist für diese Mütter höher.