Muttermilch könnte vielen Säuglingen das Leben retten
Laut einer Harvard-Studie hat das Stillen für Neugeborene eine Vielzahl von Vorteilen. Muttermilch schützt das Kind vor vielen Krankheiten - und könnte allein in den USA jährlich 900 Kinder vor dem Tod bewahren. Die Ergebnisse der Studie aus der USA wurden in der Fachzeitschrift "Pediatrics" veröffentlicht:
Stillen könnte demnach jedes Jahr fast 900 Kindern das Leben retten und finanzielle Verluste in Milliardenhöhe verhindern. Wenn 90 Prozent aller Mütter in den USA ihre Babys sechs Monate lang stillen würden, könnte dies dazu beitragen, zahlreiche kostenintensive Erkrankungen zu vermeiden, von Virusinfektionen und Asthma über plötzlichen Kindstod bis zu Leukämie im Kindesalter.
Die Vorteile des Stillens würden viel zu sehr unterschätzt, erklärte Melissa Bartick von der Harvard Medical School, die leitende Autorin der Studie. Muttermilch kann demnach unter anderem Auswirkungen auf den Insulinspiegel im Blut haben, so dass gestillte Kinder möglicherweise seltener an Diabetes und Fettsucht erkranken.
In den USA stillen rund 43 Prozent der Mütter in den ersten sechs Monaten zumindest teilweise, aber nur zwölf Prozent geben ihren Kindern ein halbes Jahr lang ausschließlich die Brust. Frauen sollten die Chance haben, unmittelbar nach der Geburt mit dem Stillen zu beginnen, erklärte Bartick. Oft würden Neugeborene jedoch schon im Krankenhaus mit Säuglingsnahrung gefüttert.