Niedersachsen will U- Vorsorge für Kinder verbessern
HANNOVER. Ab dem 1. April erhalten die Eltern von 320 000 kleinen Kindern in Niedersachsen einen Brief aus Hildesheim. Das Landessozialamt erinnert Mütter und Väter an die kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen für ihre Kinder.
Mit dem zum 1. April eingeführten gesetzlichen „Einladewesen“ ist Niedersachsen eines der letzten Bundesländer, die auf die Untersuchungen zur Früherkennung von Fehlentwicklungen hinweisen. Das erste Einladungsschreiben erhalten die Eltern für die U 5, die zwischen dem 5. und 7. Lebensmonat fällig ist. Dann geht es weiter bis U 8 (3. bis 4. Lebensjahr).
Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann erhofft sich vom gezielten Anschreiben der Eltern, dass mehr Kinder als bisher regelmäßig untersucht werden.
Es besteht zwar nicht eien gesetzliche Pflicht, doch die Behörden haben ab morgen ein schärferes Auge auf nachlässige Eltern. Die Kinderärzte sind angehalten, die untersuchten Kinder dem Landessozialamt zu melden. Kommt keine Rückmeldung, erhalten die Eltern eine „Erinnerung“. Reicht auch die nicht, werden die kommunalen Jugendämter informiert, die dann selbst über weitere Maßnahmen entscheiden.