Männer - Das schwache Geschlecht und sein Gehirn
Gerald Hüther widmet sich in diesem Buch einem speziellen Gehirn. In bekannter Manier nimmt er die Leserschaft mit in die testosterongesteuerten Veränderungsprozesse eines männlichen Gehirns. Von den Pantoffeltierchen über die Erfindung des männlichen Geschlechts, bis hin zur Ursachenforschung „weshalb Männer so sind, wie sie sind“, geht die Reise im ersten Teil. Männer werden von anderen Motiven geleitet als Frauen und nutzen ihr Gehirn auf andere Weise. Folgerichtig und zwangsläufig bekommen sie auch ein anderes Gehirn. Im zweiten Teil beschäftigt sich der Neurobiologe mit dem Prozess der Mannwerdung. Diese Entwicklung wird beschrieben als Passionsweg von der Zeugung bis zur sogenannten „Versöhnung“ des Mannes. Hüther beschreibt das Leben in 12 Stufen einer Transformation. Für die Vaterschaft ist ein eigene (neunte) Station des Mannes vorgesehen.
Ein Buch, das den werdenden Mann einmal erfrischend anders beschreibt. Der Inhalt geht weit über Nervenzellen und Hirnforschung hinaus. Die Frage nach dem Sinn des männlichen Daseins und ihrer scheinbaren Entbehrlichkeit geben dem Buch eine besondere Tiefe.
Christian Beuker, vaeter-netz.de
Gerald Hüther
Männer - Das schwache Geschlecht und sein Gehirn
Vandenhoeck & Ruprecht 2009
142 Seiten, 16,90 Euro
www.v-r.de