Achtzehn
An Saras 18. Geburtstag taucht ein Fremder auf und behauptet, ihr leiblicher Vater zu sein. Kurz vor ihrem Abitur und dem Beginn des Wirtschaftsstudiums in Berlin bricht für das Mädchen eine Welt zusammen. Als sie dann auch noch erfährt, dass ihr biologischer Vater todkrank ist und nur eine Spender-Leber ihn retten kann, steht Sara vor einer schweren Entscheidung. Denn als Tochter könnte sie ihren Vater mit einer Lebendspende – ein Teil ihrer Leber wird transplantiert – retten. Als sie von einer spontanen Reise aus Paris zurückkehrt, ist das Bett ihres Vaters auf der Intensivstation leer. Mit klaren, eindrücklichen Worten beschreibt Angela Gerrits die Identitätssuche einer jungen Frau auf dem Weg ihn ihre eigene Zukunft. Neben den beiden Beziehungen zum sozialen Vater Andreas und zum biologischen Vater Richard thematisiert die Autorin auf den 220 Seiten die Frage nach den Kriterien, nach denen beurteilt wird, wofür man alt genug oder wozu man ab 18 befugt ist. Sara bekämpft nicht nur ihre Panik-Attacken vor dem mündlichen Abitur sondern trifft auch mutige Entscheidungen für ihr weiteres Leben. Mich hat dieser fesselnde Jugendroman tief berührt und ich habe ihn mehrfach rund um den 18. Geburtstag meiner eigenen Tochter gelesen. Toller Lesestoff für Mädchen-Väter und Jugendliche, die Höchstpunktezahl vergibt CMS.
ab 13 Jahren
Angela Gerrits
Thienemann Verlag
ISBN: 978-3-522-20020-2
D: 13,90 €
A: 14,30 €
25,90 sFr